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Innovation im Kunststoff-Recycling ist das Patent des Jahres

Generalsekretär DI Herbert Kasser (l.) und Mag. Mariana Karepova (PräsidentinÖsterreichisches Patentamt) ehrten Georg Weigerstorfer (Leiter Verfahrenstechnik EREMA GmbH) und DI Klaus Feichtinger (Geschäftsführer EREMA GmbH) für das innovativste Patent des Jahres 2014

Am 27. November 2015 wurden die Auszeichnungen für die Patente des Jahres 2014 in Wien feierlich vergeben. Den Inventum in Gold erhielt das oberösterreichische Unternehmen EREMA für seine innovative Counter-Current-Technologie zur Wiederverwertung von Kunststoffabfällen.

„Mit dem `Inventum´ geben wir öster­reichischen Erfindungen eine Bühne.Schließlich ist es auch entscheidend, dass die großartigen Leistungen unserer innovativsten Unternehmen in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Ich gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern – allen voran den verdienten Siegern EREMA aus Oberösterreich“, betonte bmvit-Generalsekretär DI Herbert Kasser in Vertretung von Technologieminister Alois Stöger bei der Preisverleihung in Wien. „Forschung und Entwicklung und die daraus entstehenden Erfindungen und Patente sind ein entscheidender Antrieb für das Wirtschaftswachstum in Österreich. Deshalb investiert das bmvit jedes Jahr 500 Millionen Euro in die angewandte Forschung und unterstützt damit die vielen innovativen Weltmarktführer aus Österreich und die Unternehmen, die sich noch auf dem Weg dahin befinden“, so Kasser weiter.

Die Auszeichnung für österreichische Erfinder wurde bereits zum vierten Mal in Kooperation mit dem Bohmann Verlag vergeben. „Ich freue mich sehr, dass wir mit dem Patentpreis heute wieder einige sehr innovative Unternehmen vor den Vorhang holen dürfen und ihnen mit dieser Auszeichnung jene Aufmerksamkeit geben können, die sie sich verdienen“, sagte Gabriele Ambros, Präsidentin von Forschung Austria und Geschäftsführerin des Bohmann-Verlages. 

Die Vergabe der Patente des Jahres 2014 auf schautv  (Eurofit am 30.11.2015)


inventum-sieger sorgt für ein besseres Kunststoffrecycling

Eine hochkarätig besetzte Jury hat aus 78 eingereichten Patenten, die in Österreich im Jahr 2014 erteilt wurden, die Sieger ermittelt. Besonderes Augenmerk wurde bei der Bewertung auf die Originalität, die technologische Komplexität, die Anwendbarkeit in der Praxis, die wirtschaftlichen Erfolgschancen und den volkswirtschaftlichen Nutzen gelegt.

Den Inventum in Gold sicherte sich EREMA Engineering Recycling Maschinen und Anlagen GmbH. Das Unternehmen aus Ansfelden ist seit der Gründung im Jahr 1983 auf Entwicklung und Bau von Kunststoffrecyclinganlagen und Technologien für die kunststoffverarbeitende Industrie spezialisiert und gilt in diesen Bereichen heute als Weltmarkt- und Innovationsführer. Dank der innovativen Counter-Current-Technologie von EREMA können Kunststoff-Recycling-Unternehmen besonders hohe und konstante Durchsätze erzielen. Die Technologie trägt maßgeblich dazu bei, die Produktivität, Flexibilität und Prozess-Stabilität zu steigern und sie macht die Bedienung der Anlagen noch einfacher. „Kunststoff-abfall“ wird damit noch effizienter als bisher zu Regranulat recycelt, das wiederum in neuen Kunststoffprodukten Verwendung findet. Ein weiterer Vorteil, der aus umweltpolitischen Gesichtspunkten relevant ist: Im Zusammenspiel mit den anderen Technologien der neuen INTAREMA-Anlagengeneration unterstützt Counter Current die Entwicklung hin zu Kunststoff-Regranulaten mit besonders hoher Qualität. Dies trägt dazu bei, dass die Akzeptanz und das Image von Recycling-Ware bei Kunststoff-Verarbeitern, in der Industrie und in der Folge auch bei Konsumenten steigt –  ein Schritt hin zu weniger Abfall und mehr Ressourceneffizienz in der Gesellschaft.

Durch ein neues Recycling-Verfahren können die weltweit eingesetzten Anlagen von EREMA ein noch hochwertigeres Kunststoff-Regranulat erzeugen.

Silber für ein Patent für einen effizienten Verbrennungsmotor 

Der „Inventum“ in Silber ging an eine Erfindung der GE Jenbacher GmbH & Co OG von Distributed Power, einer der führenden Anbieter von Anlagen, Motoren und Dienstleistungen auf dem Gebiet der dezentralen Energieversorgung. Das Tiroler Unternehmen ist auf die Energieerzeugung nahe am oder direkt beim Verbraucher spezialisiert. Die Produktpalette der Distributed Power-Sparte umfasst hoch effiziente, treibstoffflexible Industrie-Verbrennungsmotoren, die mit einer Leistung von 100 kW bis 10 MW Strom für zahlreiche Branchen weltweit erzeugen.

Die ausgezeichnete Erfindung optimiert die Verbrennung in einem Verbrennungsmotor zylinderindividuell. Die einzelnen Zylinder werden gezielt nach den im jeweiligen Zylinder herrschenden Randbedingungen eingestellt und nicht, wie bisher üblich, nach globalen Messgrößen gleichgestellt. Durch diese optimierte Ungleichstellung der globalen Motorparameterwerden ein wesentlich besseres Motorverhalten, niedrigere Emissionen und Brennstoffeinsparungen erzielt.

Bisherige Optimierungsverfahren von Verbrennungsmotoren haben in erster Linie auf eine Gleichstellung des Spitzendruck abgezielt. Da es aber Unterschiede von Zylinder zu Zylinder gibt (Toleranzen, Gasdynamik, Ablagerungen und ähnliches), macht es Sinn, diese Ungleichheiten durch eine Ungleichstellung der Regelparameter zu kompensieren. Durch Messung eines Zylindersignals und schnelle zyklusbasierte Auswertung und Analyse dieses Signals wird auf den Zustand im Zylinder geschlossen und die Ungleichstellung vorgegeben. 

Jenbacher erhielt den Inventum in Silber für ein zylinderindivi-duelles Optimierungsverfahren
bei Verbrennungsmotoren.

Bronze für neue Generation an Kollektoren für Solarenergie

Der Erfinder DI Ahmed Adel – Gründer des Start-ups „Solabolic“ – bekam den Bronze-„Inventum“ für seine Innovation, die die Wirtschaftlichkeit der Sonnenenergie-Technologie signifikant erhöht. Es handelt sich dabei um eine neue Generation von Sonnenkollektoren – laut Patenttitel um Parabolrinnenkollektoren mit verstellbaren Parametern –, die in der Herstellung Material spart und die Wirkung signifikant steigert. Diese konzentrieren Sonnenlicht durch Reflexion entlang einer konkav geformten Rinne auf eine Brennlinie, womit Wärme oder Strom erzeugt wird. Parabolkollektoren sind lange, parabolisch geformte Spiegel, die das Sonnenlicht auf ein Rohr konzentrieren. Der Vorteil: Damit lassen sich im Gegensatz zu flachen Spiegeln viel höhere Temperaturen, nämlich um die 400 Grad Celsius, erzielen. Vor allem Entwicklungsländer mit hohen Solarressourcen können von dieser einfach umsetzbaren Technologie profitieren.

DI Achmed Adel sicherte sich mit seinem Patent auf ­neuartige Sonnenkollektoren den Inventum in Bronze

Von Branchenführern bis zu Einzelerfindern in den Top 10  

Ebenfalls im Rahmen des „Inventum 2014“ ausgezeichnet wurden sechs weitere Unternehmen sowie ein Einzelerfinder, die in den unterschiedlichsten Branchen tätig sind: AB Mikroelektronik entwickelt hochwertige kundenspezifische Elektronikmodule für Hochtemperatur-, Leistungs-, LED- und Sonderanwendungen, Fronius International ist in den Bereichen Schweißtechnik, Photovoltaik und Batterieladetechnik tätig, Hirtenberger forscht an der Qualitätskontrolle gebrauchter Dieselpartikelfilter, Gunar Koller ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Zahntechniker in der Abteilung für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am Landeskrankenhaus Feldkirch, Melecs EWS ist der größte unabhängige österreichische Elektronikfertigungs-Dienstleister, Team ART ist ein junges Studententeam und Zizala einer der führenden Anbieter von Premium-Lichtsystemen für Kraftfahrzeuge. 

Link: Mehr zu den weiteren Preisträger finden Sie auf der Homepage des Patentamtes: www.patentamt.at/....

Fotos: Österreichisches Patentamt/APA-Fotoservice/­Hörmandinger, Jenbacher


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