Staatspreis Patent für herausragende Innovationen

Credit: Patentamt/Christian Husar, TU Wien
Patentamtspräsidentin Mag.a Mariana Karepova, Lebenswerk-Staatspreisträger Prof. Dr. Christian Bartenbach, Jurymitglied und Laudator Prof. Dr. Stefan Lorenz Sorgner und Bundesminister Ing. Norbert Hofer.
Credit: Patentamt/Christian Husar, TU Wien
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Patent des Jahres: Patentamtspräsidentin Mag.a Mariana Karepova, die Preisträger DI Michael Treml und Prof. DI Dr. Wolfgang Zagler mit Bundesminister Ing. Norbert Hofer und Jurymitglied DI Michael Altrichter .
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Am 8. November 2018 überreichten Bundesminister Ing. Norbert Hofer und Patentamtspräsidentin Mag.a Mariana Karepova in den Wiener Sophiensälen die Trophäen für außergewöhnliche Leistungen in den Kategorien Patent, Marke und Lebenswerk. Letztere Kategorie wurde erstmals vergeben und ging an den Tiroler Lichtpionier Christian Bartenbach.

von: Stefan Zwickl

Mit 248 Einreichungen war das Interesse im Rennen um die beste Marke und das beste Patent Österreichs deutlich höher als bei der Premiere vor zwei Jahren. Der 88-jährige Tiroler Erfinder undUnternehmer Christian Bartenbach erhielt den Staatspreis für sein Lebenswerk. Seine blendfreie Beleuchtung erhellt Schulen, Flughäfen und OP-Säle auf der ganzen Welt - und wer kennt sie nicht, die Leuchtkästen mit quer liegenden Spiegeln, die Büros gleichmäßig ausleuchten und die Arbeitsbedingungen verbessern: Die Spiegelrasterleuchte war ein Durchbruch und ökonomischer Welterfolg. Alle, die sich in geschlossenen Räumen aufhalten, profitieren irgendwann vom langjährigen Wirken des Tiroler Erfinders. Der Spiegelrasterleuchte des Beleuchtungsgenies ist es zu verdanken, dass unsere Büros, Geschäfte, Schulen, Arbeitsplätze und OP-Säle heller geworden sind. Wesentlich dabei: Gleichmäßiges Licht ohne zu blenden. Bartenbachs Erfindung gilt als die erste blendfreie Beleuchtung. Möglich macht das seine patentierte Dark-Light-Technik, bei der der Betrachter durch die Reflektortechnik weder von der Lichtquelle noch von deren Spiegelbild im Reflektor geblendet wird. Die Jury des Staatspreises Patent dankte es ihm nun und verlieh dem 88-jährigen Tiroler für seine unermüdliche Arbeit als Ingenieur, Unternehmer, Erfinder und Hochschullehrer Österreichs höchste Auszeichnung für Erfinder, den Staatspreis Patent in der Kategorie "Lebenswerk".

Erfinderteam der TU Wien erhält den heurigen Staatspreis Patent
Gold in der Kategorie Patent holte diesmal die TU Wien mit ihrem Braille-Ring, einem Lesegerät für die Westentasche. Damit können blinde Menschen auf Ihrem Smartphone, Tablets oder anderen mobilen Endgeräten Texte lesen. Bisher gab es nur große technisch aufwendige und somit kostspielige Displays. Das Erfinderteam der TU Wien - bestehend aus Michael Treml, Wolfgang Zagler und Dominik Busse - entwickelte den Ring, der in jede Westentasche passt. Er übermittelt dem "lesenden" Finger die jeweiligen rotierenden Braille-Buchstaben. Durch die Rotation ist flüssiges Lesen möglich. Die Erfindung braucht auch wesentlich weniger mechanische Teile und ist dadurch auch deutlich günstiger in der Fertigung. Diese Innovation hat gute Chancen zum ständigen Begleiter für blinde und sehbehinderte Menschen zu werden, denn das "schnell mal eine Nachricht am Smartphone lesen" ist damit nicht mehr ausschließlich das Privileg sehender Menschen.

Eine starke Marke tritt für das Ende von Obdachlosigkeit ein
Ein anderes Anliegen verfolgt das junge Gründerteam von LibertyDotHome. Die FH-Studenten Markus Hörmanseder und Philipp Hüttl bauen Tiny-Houses für Obdachlose und holen sich mit ihrer originellen Wortbild-Marke den Staatspreis Patent in der Kategorie Marke. Die 6,4m2 große Wohneinheit passt in eine Parklücke und bietet Schlaf-, Wohnzimmer, Küche und Bad in einem. Das Haus bietet in Not geratenen Menschen eine Unterkunft und lässt sich aufgrund seiner geringen Größe überall aufstellen. Inspiriert durch die Tiny-House-Bewegung in den Vereinigten Staaten haben die beiden Studenten der FH Campus Wien während ihrer Bachelorarbeit eine österreichische Variante mit sozialem Mehrwert geschaffen. Denn jedes siebte verkaufte Modul ermöglicht ein kostenfreies Häuschen für soziale Zwecke.

Zufrieden mit dem Staatspreis Patent zeigte sich Bundesminister Ing. Norbert Hofer: "12.000 Patente melden Österreicherinnen und Österreicher jährlich auf der ganzen Welt an. Ich wünsche allen Menschen, die erfinden, dass ihre Ideen Exportschlager werden - ganz so wie die Innovationen von Christian Bartenbach!" Mag.a Mariana Karepova, die Präsidentin des Österreichischen Patentamtes, bedankte sich bei allen Mitgliedern der Jury, die aus den vielen Einreichungen würdige Gewinner des Staatspreises gekürt haben: "Alle zwei Jahre können wir mit ganz Österreich teilen, feiern und beklatschen, was uns täglich im Patentamt begegnet. Heuer haben wir mit den Gewinnerinnen und Gewinnern ein besonderes Glück. Sie haben Dinge entwickelt, die High-Tech und High-Kunst mit sozialem Engagement in Einklang bringen. Ein kleines Gerät, das sehbehinderten Menschen für andere selbstverständliche Dinge ermöglicht, wie schnell mal eine E-Mail am Handy lesen. Und eine starke, einprägsame, schöne Marke, um jenen Menschen ein Zuhause zu geben, die es verloren haben."


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